Wir durften vor dem offiziellen Start hinter die Kulissen der neu aufgestellten Distribution von Philip Morris blicken.
Mit dem Anwachsen des PMA-Portfolios abseits der Zigarette hatten sich die Schwächen des bisherigen Systems immer stärker in den Vordergrund gedrängt: Die alte Infrastruktur – eine ehemalige Molkerei – sowie die Spezialmaschine „Susi“ waren zwar für Zigaretten perfekt, alle Produkte abseits des Tschickpackerl-Standards wie Hülsen, Feinschnitt, Pouchdosen, Iqos und zuletzt die E-Zigarette Veev erforderten jedoch eine händische Kommissionierung. Bereits 2023 konzipierte Philip Morris Austria eine Ausschreibung, die nach aufwändigen Screenings der heimische Logistiker Quehenberger für sich entscheiden konnte.
Hauptlager Fischamend

In Steinwurfweite vom Flughafen Wien-Schwechat ist die Logistik nun in einer völlig neuen Halle mit insgesamt 6.500 Quadratmetern alleine für Philip Morris zu finden. Neben einem Hochregallager für 1.500 Europaletten umfasst diese Fläche auch 3.000 Quadratmeter Autostore, in dem 19 Roboter bis zu 40.000 Artikelbehälter für 11 Belade- und Entnahmestationen verwalten. 40 Mitarbeiter im 2-Schicht-Betrieb können bis zu 100.000 Artikel pro Tag kommissionieren, wobei jede einzelne Schachtel per CCTV-System auf Plausibilität geprüft wird.
Der Weg der Bestellung
Aus dem Hauptlager gehen zu Wochenbeginn die internen Lieferungen in die Hubs nach Graz, Bergheim bei Salzburg und Vomp bei Innsbruck. Diese Versorgungsfahrten werden mit vollelektrischen Sattelschleppern erledigt, was pro Jahr und Fahrzeug für den Weg nach Graz 37 und nach Vomp sogar 89 Tonnen CO2 einspart.
Von den Hubs – wobei Fischamend ebenfalls als Hub für die andere Hälfte des Bundesgebietes fungiert – gehen die Bestellungen mit 32 konventionellen Zustellfahrzeugen an die Trafiken. Auf elektrische Vans wird bewusst verzichtet, da diese dank schwerer Batterien nur etwas das halbe Ladevolumen eines herkömmlichen Lieferwagens zulassen.
Was ändert sich?
Für 75 Prozent aller Trafikanten ändern sich der Bestellkalender/Liefertag sowie die Zustellzeiten. Doch gleichzeitig sinkt auch der Anteil der Postzustellungen von bislang 15 auf neu nur noch 5 Prozent des Bestellvolumens. Auch das bisherige Problem, dass zwar eine PMA-Lieferung aufgegeben, aber von der Post bspw. als fünf Einzelsendungen behandelt und häufig über Tage gestaffelt zugestellt wird, wird durch eine Sendungsverfolgung für jeden einzelnen Karton entschärft.
Mit Jahresbeginn 2026 werden die Volumina – vom derzeitigen Probebetrieb ausgehend – schrittweise gesteigert. So wird die Anzahl der noch von Kühne & Nagel abgewickelten Bestellungen im gleichen Maße weniger, wie jene von Quehenberger zunehmen; bis zum zweiten Quartal des kommenden Jahres versorgt das neue System dann sämtliche österreichischen Trafiken.
Den vollständigen Artikel können Sie ab 12. Dezember in der druckfrischen Printausgabe von TRAFIK aktuell nachlesen.
