Seit Anfang Juli dieses Jahres hat Imperial Brands Austria einen neuen Chef. Wir haben Edward H. H. Martin zum Antrittsinterview gebeten. Foto: mh
Können Sie uns ein wenig über sich erzählen?
Ich bin Australier, verheiratet und gerade 40 geworden. Seit 2011 arbeite ich in unterschiedlichen Funktionen für Imperial Tobacco.
Ist Österreich der erste europäische Markt, für den Sie Verantwortung übernehmen?
Ja, in der Funktion als nationaler Market Manager ist das richtig. Diese Aufgabe habe ich davor auch schon in Saudiarabien und zuletzt in Taiwan wahrgenommen. Ich habe aber in anderen Funktionen für Imperial in Europa gearbeitet, als Großbritannien noch Teil der EU war.
Haben Sie Österreich zuvor schon von privaten Besuchen gekannt?
Nein. Ich wollte zwar immer herkommen, aber irgendwie ist es sich nie ausgegangen. Jetzt freue ich mich als Snowboarder aber schon sehr auf den Winter – auf der Rückfahrt vom Tennisturnier in Kitzbühel hat mir das vorbeiziehende Panorama großen Appetit auf das Land gemacht.
Wie gehen Sie privat mit dem Konzerndasein und den häufigen Übersiedlungen um? Fliegen Sie am Wochenende nach Hause oder verlagern Sie Ihren Lebensmittelpunkt nach Österreich?
Ich bin vor zwei Monaten hergezogen. Und erstmals arbeiten und leben meine Frau und ich auch am selben Ort – als ich in Taiwan war hat sie in Saudiarabien gearbeitet und wir haben einander nur besuchen können. Das Zusammenleben ist eine Premiere für uns, die wir sehr schätzen. Außerdem haben wir uns in Österreich und im multikulturellen Wien vom Start weg sehr wohl gefühlt. Ich lerne auch schon brav Deutsch, aber das ist eine wirklich schwierige Sprache!
Wie ist Ihr Arbeitsstil? Sind Sie jemand, der viel Zeit an der Front verbringt oder eher ein Office-Arbeiter?
Mein Eintreffen ist durch das „schiefe Geschäftsjahr“, das bei Imperial Brands Austria immer mit Oktober beginnt, genau in die Planungsphase für das nächste Jahr gefallen. Deshalb hat meine Arbeit ziemlich bürolastig angefangen. Ich habe aber vor, viel draußen zu sein – dafür plane ich, rund 30-40 Prozent meiner Zeit „an der Front“ zu verbringen, weil ich das Verständnis von Kunden und Trafikanten für sehr wichtig halte. Der Trafikant ist unser Tor zum Kunden und ein Partner, mit dem wir bestmöglich zusammenarbeiten wollen, um ein gemeinsames Ziel möglichst gut zu erreichen. Die Trafik ist ja der einzige Kontaktpunkt zwischen Kunden und Produkten und damit extrem wichtig für uns.
Derzeit fehlt zur Rolle als Vollsortimenter nur noch ein Tabakerhitzer aus Ihrem Haus – dürfen wir uns auf eine Markteinführung freuen?
Die Frage ist, ob unsere Energie und unser Geld nicht woanders besser investiert sind. Ich bin da mehr für einen gezielten Ansatz, der Wachstumspotenziale identifiziert und dort dann mit viel Energie hineingeht, als dafür, überall mitmachen zu wollen.
Das vollständige Interview können Sie ab 18. September in der druckfrischen Printausgabe von TRAFIK aktuell nachlesen.
