Hinter einer unscheinbaren Fassade in Wien 10 verbirgt sich der einzige Misch- und Abfüllbetrieb für Liquids in ganz Österreich. Fotos: Ropa
In Österreich gemischte und abgefüllte Liquids sind eine seltene Ausnahme von der Regel – nicht zuletzt, weil dafür zahllose Bewilligungen einzuholen, aufwändige Qualitätssicherungs-Maßnahmen umzusetzen sind und die eigentliche Abfüllung in Reinräumen nach Lebensmittelstandards erfolgen muss.
Und doch gibt es genau ein derartiges Unternehmen, die Ropa an der Triester Straße in Wien.
Im ehemaligen Zielpunkt
Erinnern wir uns: 2013 wurden den heimischen Trafikanten im Rahmen der „Feuer & Rauch“-Messe die ersten E-Zigaretten für den Weiterverkauf angeboten. Mit Jahresbeginn 2014 gründete auch die Familie Lorenc in der Garage ihres Tauchsport-Geschäfts das Unternehmen „ichdampfe“ und betrieb von dort aus sowohl Einzel-, als auch Großhandel für E-Zigaretten, Hardware, Liquids und Zubehör. Natürlich platzte die umfunktionierte Garage bald aus allen Nähten. Das Gebäude eines ehemaligen Zielpunkt-Supermarkts hatte genau die richtige Größe. Denn man wollte nicht mehr nur handeln, sondern künftig auch unter die Produzenten gehen. „Nur so hat man die Kontrolle über den Geschmack und letztlich auch die Qualität“ schildert Geschäftsführer Martin Lorenc die Beweggründe, die 2017 zur Gründung der Firma Ropa führten.
Versteckte High-Tech
Beim Betreten der Zentrale, die nebenher auch als Händler fungiert, fällt eine große Auswahl an Liquids auf; dazu gibt es Basen in Gebinden bis zu 1 Liter. Auch im dahinter liegenden Lager muss man genau hinsehen, um Ungewöhnliches zu entdecken: In langen Regalreihen finden sich Liquids zahlreicher Marken in allen Geschmacksrichtungen und Stärken – aber auch 1.000-Liter-Container.
Nochmals weiter hinten im Gebäude sind der Reinraum und die Verpackung untergebracht. Martin Lorenc erklärt: „Wir arbeiten mit dem besten Rezepteur für Liquids, einem Deutschen mit einer echten Inselbegabung, zusammen. Dazu haben wir eine rezeptgesteuerte Mischmaschine, die in einem Reinraum der Klasse C ISO 7 wiederholgenau die Liquids herstellt. Diese können wir in Mengen ab 1 ml hochpräzise abfüllen – das ist wichtig für unsere fertig ausgelieferten 2-ml-Pods, die mit einem marktführenden System kompatibel sind.“
Breites Portfolio
Insgesamt hat man 16 hauseigene Marken im Programm; für weitere vier bekannte Marken aus der DACH-Region fungiert die Ropa zudem als exklusiver Großhändler. Nach eigener Angabe beliefert man „90 Prozent aller eingetragenen Dampfershops in Österreich“ – darunter auch eine wachsende Zahl von Trafiken.
Alles aus einer Hand
Für die Qualitätssicherung bürgt das hauseigene Labor, das Dichte- und Emissionsmessungen genauso bietet wie Kontrollwiegungen nach der Verpackungsverordnung. Ein Datenbanksystem im Hintergrund garantiert die lückenlose Rückverfolgbarkeit jeder Charge. Und man erstellt auch Sicherheitsdatenblätter sowie alle Beipacktexte im Haus.
Die eigene Abfüllung und Produktion sowie die langjährige Erfahrung mit nationalen und internationalen Meldesystemen erlaubt es aber sogar, Kleinauflagen zu liefern – eine Idee, die vielfach interessant sein mag, mit der man asiatischen Vape-Konzernen aber nicht zu kommen braucht.
Langjähriges Know-How
Die Ropa sitzt auf einem umfangreichen Lager, das sie von geopolitischen Querelen weitestgehend unabhängig macht und hohe Liefersicherheit verspricht – mit Postversand direkt aus Wien.
Was sonst noch für sein Unternehmen spricht fasst Martin Lorenc so zusammen: „Wir sind Österreichs einzige E-Liquid-Produktionsstätte. Durch unsere langjährige Erfahrung im Dampfermarkt verstehen wir die Bedürfnisse unserer Kunden genau. Wir bieten einen Komplettservice aus einer Hand. Und weil fast alle Produktionsschritte im eigenen Haus stattfinden, garantieren wir eine konstant hohe Qualität und können extrem flexibel auf Marktänderungen reagieren.“
Den vollständigen Artikel können Sie ab 14. Mai in der druckfrischen Printausgabe von TRAFIK aktuell nachlesen.
