Die Tabakpflanze ist nicht nur bei Rauchern beliebt – sie kann gentechnisch auch so verändert werden, dass sie andere Substanzen herstellt. Foto: magnific.com
Gleichzeitig sind vor einigen Jahren psychedelische Substanzen wie Psilocybin („narrische Schwammerl“), Ayahuasca und Krötensekret zur Behandlung von Depressionen, Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und Suchterkrankungen in den Fokus der medizinischen Forschung gerückt. Damit ging gleichzeitig die Suche nach einer nachhaltigen Produktionsmethode los.
Chinesische Chemiker konnten 2022 Tabak gentechnisch so verändern, dass er Kokain produziert. Den Biologen des Weizmann-Instituts im israelischen Rehovot gelang es nun, den Tabak zur Produktion von DMT sowie weiterer tryptaminbasierter Substanzen anzuregen. Die anfänglich geringen Mengen konnten durch Eingriffe an einem Enzym um das 40-Fache gesteigert werden. Einer industriellen Verwendung steht derzeit noch die niedrige Effizienz bei der Extraktion der gewünschten Substanzen im Wege.
