Die italienische Finanzpolizei Guardia di Finanza hat die größte illegale Zigarettenfabrik der Landesgeschichte ausgehoben.
Die 1.600 Quadratmeter große Fabrik nahe Cassino in Zentralitalien hatte sich in einem hydraulisch abgeschotteten Kellergeschoß einer scheinbar leeren Lagerhalle versteckt.
Der nach Polizeiangaben „echte Industriebetrieb“ produzierte nach modernsten Standards bis zu 7 Mio. gefälschte Zigaretten pro Tag auf drei Produktionslinien. Zur Ausstattung gehörten auch Schlaf- und Aufenthaltsräume sowie eine Küche für 18 Beschäftigte; verräterische Gerüche wurden durch eine ausgeklügelte Be- und Entlüftungsanlage vermieden.

Bei ihrer Razzia stellte die Finanzpolizei über 150 Tonnen Zigaretten sicher, dazu kam es zu einer Verhaftung. Offizielle Schätzungen gehen von Umsätzen von 900 Mio. Euro pro Jahr aus, alleine der
Steuerschaden wird bislang mit 600 Mio. Euro beziffert.
