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80 Jahre KOBV

Posted on 18. August 20269. September 2026 by Matthias Hauptmann

Der Kriegsopferverband für Wien, Niederösterreich und das Burgenland wurde im Sommer 1946 gegründet.

Zu diesem Zeitpunkt lag das Land kriegsbedingt in Trümmern,   tausende Kriegsopfer und ihre Angehörigen standen vor dem Nichts und hatten keine Stimme. Zwar gab es staatliche Unterstützungen. Für die Delegierten des Drei-Länder-Verbandes war aber von Anfang an klar, dass sinnstiftende Arbeit und selbstständige Existenzsicherung Vorrang vor einer Pensionierung bzw. staatlicher Versorgung haben mussten. 

„Die Integration von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt ist auch heute noch eines der Hauptanliegen des KOBV, der seit 1975 allen Menschen mit Behinderungen offensteht und aktuell rund 32.000 Mitglieder in Wien, Niederösterreich und Burgenland hat“, sagt Franz Groschan, seit 2023 Präsident des KOBV. 

Tabakmonopol gibt Menschen mit Behinderungen wirtschaftliche Sicherheit 

Damals wie heute spielen Trafiken eine zentrale Rolle bei der (Re-)Integration von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt. Mit dem so genannten Tabakpatent legte Kaiser Josef II. im Jahr 1784 den Grundstein dafür, dass Menschen mit Behinderung bei der Vergabe von Trafiken Vorrang haben.

Bei der Bewerbung werden Interessierte vom KOBV-Trafikreferat unterstützt. Die KOBV Schulungs GmbH bereitet sie anschließend gemeinsam mit der Monopolverwaltung auf die Selbstständigkeit vor. „Die Übernahme einer Trafik bedeutet für Menschen mit Behinderungen berufliche Selbständigkeit und ist ein Gewinn für alle“, betont Franz Groschan. 

Integrativer Betrieb wienwork sorgt für mehr Chancen am Arbeitsmarkt 

Inklusion bildet auch den Dreh- und Angelpunkt des integrativen Betriebs wienwork, der zu 50 % im Eigentum des KOBV steht. Die Aufgabe von wienwork ist es, Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen zu schaffen, die am Arbeitsmarkt aufgrund einer Behinderung, chronischen Erkrankung oder Langzeitarbeitslosigkeit benachteiligt sind. „Die Unterstützung von wienwork, einem Vorzeigebetrieb für Inklusion, ist für uns ein zentrales Anliegen und tief in unserer Geschichte verankert“, hebt Groschan die Wichtigkeit der gemeinsamen Bemühungen um eine inklusive Arbeitswelt hervor. 

2.000 Ehrenamtliche: starkes Rückgrat der Vereinsarbeit 

Das Rückgrat der Verbandsarbeit sind rund 2.000 ehrenamtliche Funktionärinnen und Funktionäre, die sich unermüdlich in Bezirks- und Ortsgruppen engagieren. Sie betreuen Menschen mit Behinderungen vor Ort, bieten regionale Sprechtage bzw. Sprechstunden an, organisieren Charity-Events und gemeinsame Freizeitaktivitäten und sorgen dafür, dass die Anliegen von Menschen mit Behinderungen auf Gemeindeebene Gehör finden. Die ehrenamtliche Arbeit der Funktionärinnen und Funktionäre sei daher auch von unschätzbarem Wert für Inklusion, betont der KOBV-Präsident. 

220 Hauptamtliche: wichtiger Motor des Verbandes 

Das 80-jährige Bestehen ist insbesondere auch das Ergebnis der täglichen Arbeit des hauptamtlichen Teams. Aktuell leisten mehr als 220 Hauptamtliche in der Verbandszentrale in Wien und im Orthopädischen Klinikum SKA Zicksee im Burgenland tagtäglich einen wichtigen Beitrag dafür, dass der KOBV – Der Behindertenverband seine Aufgaben erfüllen kann. Mit großer Fachkompetenz, Professionalität und Herzblut sind sie für Menschen mit Behinderungen, Mitglieder, Funktionärinnen und Funktionäre sowie Patientinnen und Patienten da. „Unser besonderer Dank gilt dem aktuellen hauptamtlichen Team für seinen täglichen Einsatz, aber auch allen jenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den KOBV – Der Behindertenverband in den vergangenen 80 Jahren mit Leben erfüllt haben“, so Präsident Groschan. 

Franz Groschan, Foto: Behindertenrat

„Unser Motto ist ‚Wir bewegen‘, unsere Verbandszeitung trägt den Titel ‚KOBV – Gemeinsam stärker‘. Das sind Grundsätze, nach denen wir handeln und leben, und das ist es, was den KOBV seit 80 Jahren ausmacht“, fasst Franz Groschan abschließend das Wesen des 3-Länder-Verbands zusammen. 

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Offenlegung §25 Mediengesetz: trafik-aktuell.at & TRAFIK aktuell bemüht sich um eine konstruktive, lösungsorientierte und positive Berichterstattung über Themen aus dem Arbeitsumfeld der österreichischen Tabaktrafikanten. Bei den Recherchen wird daher gelegentlich auch auf die Unterstützung von Unternehmen, Initiativen und Veranstaltern zurückgegriffen, was allerdings keine Auswirkung auf die Unabhängigkeit der redaktionellen Arbeit hat. TRAFIK aktuell bekennt sich zur gesellschaftlichen Gleichstellung von Frau und Mann. Bei allen Bezeichnungen, die auf Personen bezogen sind, meint die gewählte Formulierung beide Geschlechter.

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Alleiniger Medieninhaber und für den Inhalt verantwortlich: Matthias C. Hauptmann Verlagsbüro, Erlaaer Straße 53, 1230 Wien, Tel. +43/(0)699/116 18 219, m.hauptmann@trafik-aktuell.at, trafik-aktuell.at, Redaktion: redaktion@trafik-aktuell.at, Chefredaktion und Herausgeber: Matthias C. Hauptmann;

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