Mit Juli dieses Jahres bekommt der bisherige Quasi-Monopolist Konkurrenz. Fotos: Victoria Posch
Bei Nikotinpouches ist man mit Velo Marktführer und bietet mit Vuse auch eine E-Zigarette an – ab Juli wird BAT somit der erst zweite Vollsortimenter auf dem österreichischen Markt sein, der sämtliche NGPs in seinem Portfolio führt. „Mit glo Hilo schließen wir nun eine wichtige Lücke in unserem Portfolio in Österreich. Für erwachsene Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet das künftig mehr Auswahl bei rauchfreien Alternativen zur klassischen Zigarette“, freute sich Stephan Heyng, seit Anfang Mai neuer Geschäftsführer von BAT in Österreich, anlässlich eines Pressetermins am 20. Mai. „Österreich gehört somit zu den ersten europäischen Ländern, die unsere neueste Generation an Tabakerhitzern erhalten – das unterstreicht die Bedeutung dieses Marktes.“
Über glo Hilo

glo Hilo basiert auf einem dualen Erhitzungssystem aus Infrarot- und Widerstandstechnologie und ermöglicht eine besonders kurze Aufheizzeit von – je nach Device – fünf bis zehn Sekunden. Zudem sind nahezu unbegrenzt lange Nutzungseinheiten möglich, da im Unterschied zu anderen Geräten keine Zugbegrenzung besteht. Eine Reinigung des Geräts ist aufgrund geschlossener Sticks ebenfalls nicht notwendig. Neben dem Gerät, das in zwei Varianten – als Hilo mit integriertem Akku sowie als Hilo plus mit zarterem Device und zusätzlicher mobiler Ladestation – verfügbar sein wird, kommen Tabaksticks der Marken „virto“ sowie „rivo“ (tabakfrei, auf Kräuterbasis) in unterschiedlichen Varianten auf den österreichischen Markt.
Seit 8. Juni sind bereits vier Varianten der rivo zum UVP von 6,30 Euro verfügbar; Preise für Devices sowie virto sind noch nicht bekannt.
Leichter Umstieg
BAT sieht in Tabakerhitzern eine wichtige Alternative für erwachsene Raucherinnen und Raucher, weil sie unter den neuen Kategorien der Zigarette vom Geschmack her am ähnlichsten sind und daher für den Umstieg besonders gut angenommen werden. Aktuell ist Österreich vom EU-Ziel der Rauchfreiheit 2040 noch weit entfernt; somit sollte für einen weiteren Anbieter im Bereich der Tabakerhitzer noch Raum im Markt sein: Rund 1,6 Millionen Menschen in Österreich rauchen aktuell, was einer Raucherquote von etwa 21 % entspricht. „Nur durch die risikoreduzierten Alternativen ist das Ziel der Rauchfreiheit schaffbar“, ist Heyng überzeugt. „Während in Österreich derzeit noch rund 80 % der Tabak- und Nikotinkonsumentinnen und -konsumenten klassische Zigaretten rauchen, sehen wir in Schweden, wie innovative Produktkategorien dazu beitragen können, die Raucherquote massiv zu senken – und damit verbunden auch die Krebsraten, die ebenfalls so niedrig sind wie nirgendwo sonst in Europa.“
Politische Weichenstellung
Der Marktstart wurde durch eine gesetzliche Änderung endlich möglich: Das bisherige Zulassungsverfahren für Tabakerhitzer wurde Ende 2025 durch ein Meldeverfahren ersetzt, wie es in den meisten europäischen Ländern üblich ist. Ab Jahresbeginn 2026 konnte die Meldung erfolgen; bis zur Markteinführung gibt es eine Wartefrist von sechs Monaten.
Den vollständigen Artikel können Sie ab 13. Juni in der druckfrischen Printausgabe von TRAFIK aktuell nachlesen.
